Integrationspolitik

Miteinander in Vielfalt

Wie gelingt ein Miteinander in Vielfalt? Dies ist die Leitfrage von Integrationspolitik. Denn moderne Gesellschaften sind – auch unabh?ngig von Einwanderung – religi?s, politisch oder auch sozial vielf?ltig und geben Raum für ganz unterschiedliche Lebensentwürfe.

Diese Vielfalt birgt viele positive Potenziale, kann aber gleichzeitig auch zu Konflikten führen, die gel?st werden müssen. Integration verstehen wir als Prozess, der diese Konflikte konstruktiv l?st und Potenziale zur Entfaltung bringt. In diesem Sinne setzt sich die Friedrich-Ebert-Stiftung für eine Integrationspolitik ein, die allen Menschen in Deutschland Teilhabe an dieser Gesellschaft erm?glicht.


Beitr?ge zu Integrationspolitik

29.04.2020 | Flucht, Migration, Integration | Integrationspolitik | Integration

Corona?und Geflüchtete: Einschr?nkungen waren?schon?vorher die Normalit?t?

Wie gestaltet sich der Alltag von Geflüchteten in Deutschland in?Zeiten von Corona?und was gibt ihnen Hoffnung?


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22.04.2020 | Flucht, Migration, Integration | Integrationspolitik | Integration | Interview

Integrationskurse auf dem Prüfstand

Wir sprachen mit Bildungsexperte Prof. Dr. Dietrich Thr?nhardt über die Ergebnisse des ersten Zwischenberichts zur Evaluation der Kurse.


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14.04.2020 | Flucht, Migration, Integration | Integrationspolitik

Von der Integration bis zur Rückführung

Fokus NorD: Wie neue Einwanderungsgesetze in D?nemark die Integration von Geflüchteten und Migrant_innen behindern.


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| Integration | Migrationspolitik | Publikation | News | Rückblicke

Was die Deutschen über Migration denken

Eine repr?sentative Umfrage der FES untersucht Einstellungen gegenüber Migration und Integration in der deutschen Bev?lkerung.


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07.04.2020 | Flucht, Migration, Integration | Integrationspolitik | Integration

Segregation t?tet

Fokus NorD: #tellcorona - Wie die Zivilgesellschaft hilft die Verbreitung von COVID-19 in segregierten schwedischen Gemeinden zu verhindern.

 


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Fokus NorD
Zuwanderung und Zusammenleben in Skandinavien.

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#angekommen

#angekommen – der Integrationskongress? der Friedrich-Ebert-Stiftung – fand am 6. und 7. M?rz 2017 in Berlin statt.

Rund 1.000 Teilnehmende aus Kommunen, Verb?nden, Gewerkschaften, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und der Politik diskutierten mit den rund 100 Referent_innen über Integrations- und Migrationspolitik.

Wo stehen wir also bei der Integration Geflüchteter in Deutschland?

Was ist bereits gelungen, was noch auf dem Weg im Interesse von Integration und Teilhabe?

Und was k?nnen wir angesichts fortlaufender weltweiter Fluchtbewegungen von internationalen Erfahrungen lernen?

Die Kongress-Dokumentation finden Sie hier.

Integrationspolitik im Fokus

Warum und was für ein Miteinander in Vielfalt?

Eine moderne Gesellschaft wie Deutschland ist vielf?ltig. Auch durch Einwanderung aus anderen L?ndern wird die Vielf?ltigkeit Deutschlands erg?nzt. Nachdem beispielsweise eine Generation von ?Gastarbeiter_innen“ noch rein tempor?r willkommen war, sind ihre Kinder und Enkelkinder mittlerweile fester Bestandteil dieser Gesellschaft. Auch mit der Einwanderung von Sp?taussiedler_innen aus den ehemaligen Gebieten der Sowjetunion hat die Bundesrepublik viel Erfahrung. In jüngster Zeit kommen vermehrt auch Einwanderinnen und Einwanderer aus der Europ?ischen Union, die ihr Recht auf Freizügigkeit wahrnehmen oder Menschen aus arabischen und afrikanischen Staaten, die vor Not und Gewalt fliehen und hier auf ein Leben in Sicherheit und mit Zukunftschancen hoffen.

W?hrend manche bereits Kenntnisse der deutschen Sprache mitbringen oder Deutsch im Alltag ganz leicht lernen, brauchen einige spezielle Angebote zum Erlernen der Sprache. Auch haben viele bereits berufliche Qualifikationen, die in einer entwickelten ?konomie wie in Deutschland dringend gebraucht werden. Andere wiederum ben?tigen Angebote für Weiterbildung und berufliche Qualifizierung.

Integration bedeutet dabei keine einseitige Anpassungsleistung von Eingewanderten oder anderen Angeh?rigen von Minderheiten, sondern muss als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ein wechselseitiger Prozess verstanden werden. Auf den Punkt gebracht: Wir brauchen keine Sonderprogramme für Migrant_innen oder Geflüchtete, sondern funktionierende Strukturen für alle.


In diesem Sinne braucht Deutschland eine Politik, ...

  • die unsere Gesellschaft zusammenh?lt und gegen Spaltungsversuche wirkt,
  • die dafür sorgt, dass jeder junge Mensch im Bildungssystem eine Chance hat – unabh?ngig vom Hintergrund der Eltern,
  • die den demografisch bedingten Arbeitskr?ftebedarf anerkennt und L?sungsstrategien (auch) in der Einwanderungsgesellschaft sieht
  • die die neue soziale Frage nach bezahlbarem Wohnraum in Gro?st?dten l?st – ohne Konkurrenz zwischen Alteingesessenen und Hinzukommenden zu verursachen,
  • die integrationspolitische Angebote vor Ort, in St?dten, D?rfern und Landkreisen f?rdert.

Integration und Soziale Demokratie

Für die Soziale Demokratie entstehen somit im Bereich Integration einige Herausforderungen und Aufgaben, die speziell mit der Integration von Neubürger_innen in der Einwanderungsgesellschaft zu tun haben, aber auch solche, die unabh?ngig davon wirken. Die Soziale Demokratie basiert auf den Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarit?t. Diese Grundwerte pr?gen dabei auch die integrationspolitischen Ans?tze. Aus den Grundwerten ergibt sich für den Umgang mit kultureller Vielfalt ein klarer Kompass: Anerkennung und Teilhabe für alle, das gilt es zu sichern.

Teilhabe bedeutet, dass allen Menschen die M?glichkeiten und Chancen ihrer Gesellschaft tats?chlich offenstehen. Anerkennung bedeutet, dass Menschen in einem religi?s und kulturell vielf?ltigen Gemeinwesen als Gleiche akzeptiert und behandelt werden. Fundament des Zusammenlebens ist das Grundgesetz. Es setzt Grenzen und bietet Raum für kulturelle Vielfalt. Die Soziale Demokratie widersetzt sich dabei Verst?ndnissen einer ethnisch homogenen Abstammungsgemeinschaft, denn deutsch ist man nicht nur, deutsch kann man auch werden. Gleichzeitig erweitert und ver?ndert sich der Inhalt dessen, was Deutschsein bedeutet. Das Ziel muss es sein, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Chancengleichheit und politische Teilhabe für alle zu gew?hrleisten und gesellschaftliche Ausgrenzung zu verhindern.

Je nach Qualifikationsprofil der Einwandernden gelingt es manchen besser als anderen, sich in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. EU-Binnenmigrant_innen haben freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt, kennen das Land oft bereits und haben damit erleichterte Startchancen. So leben mittlerweile fast 5 Millionen EU-Bürger_innen in Deutschland.

Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, haben es da im Durchschnitt schwerer. Oft bringen sie nicht ausreichend nachweisbare formale Qualifikationen für den deutschen Arbeitsmarkt mit. Dazu kommt bei vielen mit nur subsidi?rem Schutz oder lediglich einer Duldung der unsichere Aufenthaltsstatus. Die Entwicklung einer l?ngerfristigen Perspektive in formale und qualifizierte Besch?ftigung zu kommen, wird hierdurch natürlich negativ beeinflusst.

Am einfachsten haben es sicherlich die Menschen, die – trotz eines bisher stark fragmentierten deutschen Einwanderungsrechts – direkt in den Arbeitsmarkt einwandern. Diese klassischen Arbeitsmigrant_innen sind heute oft hochqualifiziert und werden meist direkt von Arbeitgebern in Deutschland angeworben. Um diesen Zugang auszuweiten und in manchen Branchen dringend ben?tigte Fachkr?fte verst?rkt anzuwerben, hat die Bundesregierung 2019 das Fachkr?fteeinwanderungsgesetz auf den Weg gebracht, das im M?rz 2020 in Kraft getreten ist.

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